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EU-Staatsbürgerschaft und gleiche Rechte für Alle! Eine Initiative von UNITED for Intercultural Action
Wir fragen uns: Warum bekommt ein Jugendlicher mit türkischer Herkunft selbst in der dritten Generation nicht automatisch die deutsche Staatsbürgerschaft? Wie lange werden staatenlose Roma noch von einem EU-Land in andere ausgewiesen? Warum kann eine Aufenthaltserlaubnis in Frankreich nach 20 Jahren zurückgezogen werden, aufgrund der Beherbergung eines 'illegalen' Immigranten? Diese restriktive Einbürgerungspolitik zu stoppen, heisst Solidarität mit den verschiedenen Minderheiten zu zeigen. Wir fordern alle NROs, Parlamentarier, politischen Parteien, Journalisten und Menschenrechtsaktivisten auf, den Regierungen zu verstehen zu geben, dass Minderheiten nicht ausschliesslich als Arbeitskräfte betrachtet werden können, denen man keine politischen und sozialen Rechte geben muss. Die verschiedenen Kulturen respektierend, müssen stattdessen alle Möglichkeiten zur freiwilligen Integration angeboten werden, und der Zugang zu gleichen Rechten muss gewährleistet werden. Dieses breite Konzept einer EU-Staatsbürgerschaft würde deshalb gelten für: Mit diesem Konzept für gleiche Rechte zu kämpfen hat den deutlichen Vorteil, dass alle speziellen Forderungen der Minderheiten von der EU-Staatsbürgerschaft abgeleitet werden können: Als Anti-Rassismus- und Menschenrechtsorganisationen können wir keine Gruppe von unserer Solidarität ausgrenzen. Deshalb schliesst unser Konzept explizit die sogenannten 'illegalen' Migranten mit ein. Sie sind die am meisten Ausgebeuteten, die unter oft unmenschlichen Bedingungen täglich ums Überleben kämpfen müssen. Insgesamt beläuft sich ihre Zahl in der EU auf mehrere Millionen, darunter schätzungsweise 0.3 Millionen in Frankreich und 0.5 Millionen in Deutschland. Sie brauchen dringendst eine Legalisierung ihres Status, so wie sie im Jahre 1996 in Portugal, Spanien und Italien stattgefunden hat. Für eine erweiterte EU-Staatsbürgerschaft Lobby zu machen, ist natürlich sehr schwierig, aber wir sollten uns nicht zu vorsichtig am 'Realisierbaren' orientieren, sondern daran, was für die diskriminierten Gruppen dringend nötig ist. Wenn viele der Probleme, mit denen Minderheiten in der EU konfrontiert sind, durch ein ungerechtes Weltwirtschaftsystem verursacht sind, sollten wir nicht zögern, die Verantwortlichen die Folgen tragen zu lassen. Staatsbürgerschaft und gleiche Rechte sollten keine Utopie bleiben, sondern eine Normalität werden. Die verschiedenen politischen Diskussionsansätze in den EU-Ländern berücksichtigend, laden wir alle ein, bei der Mobilisierung für möglichst viele der obigen Forderungen zu helfen.
Englische, französische oder deutsche Versionen dieses Blattes können hier bestellt werden:
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